Beitrag vom 30.09.2025

Tradition trifft Innovation


Teaser

Wie der NHA Traditionsunternehmen und Start-ups verbindet

Interview mit Sven Rath von der CCL Faubel GmbH. Das interview führte Corinna Kondermann.

Im stetigen Wandel – 170 Jahre Unternehmensgeschichte stehen für kontinuierliche Veränderungen in Namen, Gesellschaftsformen, Produkten und Ideen sowie für die Erweiterung von Standorten und Perspektiven. Heute ist die CCL Faubel GmbH, die den Spirit eines global agierenden Familienunternehmens bewahrt hat, Teil des weltweit größten Etikettenherstellers, CCL Label.

Am Hauptsitz in Melsungen beweisen über 280 Mitarbeitende ihre Expertise im Bereich der Produktkennzeichnung. Von hier aus liefert CCL Faubel Booklet Etiketten, mehr- und einlagige Etiketten sowie Spezialkennzeichnungen an internationale Kunden aus der Pharma-, Gesundheits- und Chemiebranche. Das Portfolio umfasst zudem Smart Labels mit RFID- und E-Paper-Technologie, die in Logistikprozessen unterschiedlichster Branchen zum Einsatz kommen.

Seit 2019 bringt der NHA (NorthHessen-Accelerate e. V.) Traditionsunternehmen und Start-ups in einem 16-wöchigen internationalen Akzelerator zusammen. In einem Batch des NHA führte der Verein den Kennzeichnungsspezialisten CCL Faubel GmbH aus Melsungen mit einem Start-up zusammen, welches spezielle Tinte entwickelt und vertreibt. Das Projekt diente dazu, zu testen, ob der vorhandene Maschinenpark in Melsungen dazu geeignet ist, diese Tinte zu verarbeiten und somit die Entwicklung innovativer Produkte voranzutreiben.

Wie ist die Zusammenarbeit zwischen dem NHA und euch entstanden und wie sah diese aus?

Die CCL Faubel GmbH war von Anfang an dabei und ist stolz darauf Gründungsmitglied des Vereins zu sein. Das Unternehmen, welches bereits 1855 gegründet wurde, ist tief in der Region Nordhessen verwurzelt und engagiert sich in vielerlei Hinsicht in dieser. CCL Faubel ist in seinem Kernmarkt bekannt als Innovationsführer und immer an Austausch interessiert – auch über den Tellerrand hinaus. Die intrinsische Motivation neue Dinge voranzutreiben war der Grundstein für die Zusammenarbeit mit dem Nordhessen Accelerator.

Welche Effekte oder Learnings siehst du durch die Beteiligung an den Batch-Formaten?

Themen für Projekte sind immer vorhanden. Die Frage ist nur, wie man den richtigen Partner findet, wenn es einen braucht. Die Suche ist aufwendig und kostet Zeit. An dieser Stelle war das Scouting durch den Partner PwC sehr hilfreich, welches uns in kürzester Zeit unterschiedliche Optionen vorgestellt hat. Das eng getaktete Batch-Format garantiert im weiteren Verlauf schnelles Vorankommen im Projekt. Mit hoher Einsatzbereitschaft von allen Seiten kann das Projekt effektiv durchlaufen werden. Dieses Format mit begrenztem Zeitraum hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, sich Meilensteine im Projekt zu setzen, um diese auch zu erreichen.

Welchen Mehrwert bringt der NHA der Region deiner Meinung nach?

Die Zusammenführung von Unternehmen und Start-ups ist in der Region Nordhessen ausbaufähig – und der NHA adressiert genau das. Hier schlummert noch viel Potenzial, welches der NHA versucht zu heben. Ein weiterer Mehrwert liegt darin, dass regionale Unternehmen auf den Veranstaltungen des Vereins zusammengebracht werden. Das fördert das Kennenlernen und den Austausch in der Region und kann zu wertvollen Synergien führen. Gemeinsames Engagement der Unternehmen wird die Region Nordhessen stärker voranbringen, und das fördert der NHA.

Wem würdest du die Teilnahme an einem NHA Batch empfehlen?

Die Teilnahme an einem NHA-Batch würde ich jedem Unternehmen empfehlen, das daran interessiert ist, ein innovatives Thema
oder ein Projekt in kurzer Zeit zu bearbeiten, dafür aber Unterstützung von einem Partner mit Expertise in einem speziellen Fachbereich benötigt. Die Begleitung des Projekts durch den NHA und die Unterstützung bei der Recherche nach dem richtigen Partner ermöglicht effektives Arbeiten ohne zeitintensive Vorbereitung. Grundlage sollte sein, generell offen für Neues zu sein. Und das nicht nur im Hinblick auf die Inhalte, sondern auch beispielsweise in Bezug auf die unterschiedlichen Arbeitsweisen von etablierten Unternehmen und Start-ups. Aus der Zusammenarbeit lässt sich für beide Seiten etwas Gewinnbringendes herausziehen.

Mehr Infos: cclfaubel.de